Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

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Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon unklar » Mai 9th, '13, 20:29

Hallo,
angeregt durch hier viewtopic.php?f=7&t=1406
und den Fragen von Phoenix, wie man den Grub auf den USB-Stick bekommt, habe ich heute mal gebastelt.

Hier ist der Stick, den ich noch über hatte mit 257MB und in FAT16 formatiert. Spätere Stick (also, modernere mit 4, 8GB Speicher) müssen möglicherweise mit ext2 formatiert werden, weil die Hersteller in den Flash-Speicher was verstecken und grundsätzlich davon ausgehen, daß hier Windows zum Einsatz kommt.
In meinem konkreten Fall sind in diesem Stick, fertig mit Grub eingerichtet, dann gerade einmal reichlich 500KiB belegt.
Code: Alles auswählen
# fdisk -l /dev/sdb

Disk /dev/sdb: 257 MB, 257949696 bytes
92 heads, 60 sectors/track, 91 cylinders, total 503808 sectors
Units = sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x008a3cea

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sdb1   *        2048      503807      250880    6  FAT16

Auf jeden Fall sollte er das BootFlag besitzen.

Ich habe den Grub-Legacy von Mageia2 "kopiert" und das Folgende in dieser Systemumgebung realisiert.

Ganz wichtig herausfinden der richtigen Gerätebezeichnung des Stick!
Code: Alles auswählen
# blkid -o list
device           fs_type  label     mount point          UUID
----------------------------------------------------------------------------------------------
/dev/sda1        ext4               (not mounted)        9b306f0f-ed25-46e5-9d1b-fede7cc26389
/dev/sda5        ext4     home      (not mounted)        386e5d76-fc3c-430f-9a31-c97cf64d1b20
/dev/sda6        swap               <swap>               016d8cde-618e-4236-9395-1a3b36fe3d1a
/dev/sda7        ext4               /                    23936e83-d30f-40f9-a136-57059cc5190a
/dev/sda8        vfat     DATEN     /media/DATEN         F300-DCE2
/dev/sda9        ext4               (not mounted)        207aacef-dca6-4a2f-88e8-d9def373ecc3
/dev/sda10       ext4               (not mounted)        9309d5f1-6cee-468a-8597-8ecce6141608
/dev/sdb1        vfat               (not mounted)        A234-8808

Der Stick ist also sdb
Die Befehle:
<den Stick einbinden>
Code: Alles auswählen
# mount /dev/sdb1 /mnt/temp
<das Verzeichnis für Grub auf dem Stick erstellen>
Code: Alles auswählen
# mkdir -p /mnt/temp/boot/grub
<die nötigen Dateien von Grub in dieses VZ kopieren>
Code: Alles auswählen
# cp /boot/grub/*stage* /mnt/temp/boot/grub
<da Grub die HDD's anders zählt, als der Linux-Kernel, muß ich ihm das in einer Datei mitteilen>
Code: Alles auswählen
# echo '(hd0) /dev/sdb' > /mnt/temp/boot/grub/device.map
<jetzt erfolgt die eigentliche Installation von Grub in den MBR des Stick>
Code: Alles auswählen
# grub-install --root-directory=/mnt/temp /dev/sdb
<und ich sehe im Erfolgsfalle diese Meldung>
Code: Alles auswählen
Installation finished. No error reported.
This is the contents of the device map /mnt/temp/boot/grub/device.map.
Check if this is correct or not. If any of the lines is incorrect,
fix it and re-run the script `grub-install'.

(hd0) /dev/sdb
<die Einbindung wieder lösen!!>
Code: Alles auswählen
# umount /mnt/temp

Der Stick ist fertig. ;)

Die Test's nachfolgend. :D
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon unklar » Mai 9th, '13, 21:15

Ich muß sagen, auch hier auf dem Stick (wie die "Gute Alte Grub-Startdiskette" für den Dektop mit Diskettenlaufwerk) startet der Grub-Legacy (Grub1) den Grub2 einer Distri viel einfacher, als das System einer Distri direkt mit Grub1.

Das klingt verwirrend, also will ich versuchen, das zu erklären.
Auf dem Laptop habe ich unter anderem siduction_amd64 mit Grub2 und mageia2_32bit mit Grub1.

Der Laptop fährt mit dem erstellten Stick hoch und zeigt mir
Code: Alles auswählen
grub>
und ich gebe zum finden des Grub2 von siduction ein
Code: Alles auswählen
find /boot/grub/grub.cfg
worauf er mir antwortet
Code: Alles auswählen
(hd1,0)
und auf die erneute Eingabe wartet mit
Code: Alles auswählen
grub>
also sage ich ihm
Code: Alles auswählen
root (hd1,0)
es folgt eine Zeile, was er findet und er wartet wieder mit
Code: Alles auswählen
grub>
und ich zeige ihm den Weg zum Kernel mit
Code: Alles auswählen
kernel /boot/grub/i386-pc/core.img
was er wieder mit einer Zeile quittiert und wartet
Code: Alles auswählen
grub>
worauf ich nur noch boot eingebe.

Jetzt startet das System und zeigt mir das BootMenü des Grub2 von siduction und ich kann hier das jeweilige, eingetragene System starten.
Hier muß man wissen, daß der Stick mit einem Grub1 einer 32bit Distri natürlich nicht eine 64bit Distri direkt (also ohne Umweg über dessen Bootloader) starten kann.

Fortsetzung zum Start einer Grub1 Distri morgen.
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon wanne » Mai 10th, '13, 00:04

unklar hat geschrieben:startet der Grub-Legacy (Grub1) den Grub2 einer Distri
So habe ich das auch immer allerdings nicht weil es einfacher ist, sondern weil das meistens bei jedem kernel update anpassungen braucht. (Wenn die Distro nicht wie Mandriva syslinks setzt, die immer auf den aktuellen Kernel Zeigen.)
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon unklar » Mai 10th, '13, 14:25

Ich hatte schon angedeutet, daß m.E. das direkte Starten einer Distri mit Grub1 sich schwieriger gestaltet bezüglich der
Handhabung.

Zunächst gebe ich nach dem Erscheinen von
Code: Alles auswählen
grub> find /boot/grub/stage1
ein und erhalte als Antwort
Code: Alles auswählen
(hd0,0) -->was der Stick ist
(hd1,6) -->was mageia2 ist
(hd1,8) -->was antiX ist
meine Wahl
Code: Alles auswählen
root (hd1,6)
nun erwartet Grub die Angabe des zu startenden Kernel. Da ich das aber nicht weiß, muß ich mir die menu.lst anzeigen
lassen.
Code: Alles auswählen
grub> cat /boot/grub/menu.lst
und Grub listet sie mir auf. Durch Betätigen der ENTER-Taste bewege ich mich ans Ende der Datei.
Code: Alles auswählen
...
title desktop 3.4.32-2.mga2
kernel (hd0,6)/boot/vmlinuz-3.4.32-desktop-2.mga2 BOOT_IMAGE=desktop_3.4.32-2.mga2 root=UUID=23936e83-d30f-40f9-a136-57059cc5190a resume=UUID=016d8cde-618e-4236-9395-1a3b36fe3d1a splash=verbose vga=788
initrd (hd0,6)/boot/initrd-3.4.32-desktop-2.mga2.img

title desktop 3.4.34-1.mga2
kernel (hd0,6)/boot/vmlinuz-3.4.34-desktop-1.mga2 BOOT_IMAGE=desktop_3.4.34-1.mga2 root=UUID=23936e83-d30f-40f9-a136-57059cc5190a resume=UUID=016d8cde-618e-4236-9395-1a3b36fe3d1a splash=verbose vga=788
initrd (hd0,6)/boot/initrd-3.4.34-desktop-1.mga2.img
Der 3.4.34 ist der aktuelle Kernel, den ich starten will. Es beginnt der knifflige Teil meiner Eingaben, weil die gesamte Zeile, fehlerfrei, angegeben werden muß. Die zusätzlich Schwierigkeit besteht darin, was ich bisher überhaupt noch nicht erwähnt habe, in dieser Grub-Shell oder Grub-Prompt steht nur das amerikanische Tastatur-Layout zur Verfügung. Das bedeutet,
ich muß neben dem PC einen Zettel mit den notwendigen Tastatur-Zeichen und Tastenbelegung haben!

Die Angabe (hd0,6) lasse ich aus offensichtlichen Grund weg und schreibe bis zur ...34 und benutze dann die [TAB], weil
das Grub unterstützt. Allerdings vervollständigt Grub bei mir nur immer bis zum ersten Leerzeichen, dann ist wieder von Hand angesagt.
Anfangs war ich hier, an der Stelle der TAB-Vervollständigung, der Meinung, das sei ausreichend, gab noch die intitrd-Zeile
an und
Code: Alles auswählen
boot
was jedoch zu einem Kernel-Panik führt.
Code: Alles auswählen
kernel /boot/vmlinuz-3.4.34[TAB]-desktop-1.mga2 BOOT_IMAGE=desktop_3.4.34-1.mga2 root=UUID=23936e83-d30f-40f9-a136-57059cc5190a resume=UUID=016d8cde-618e-4236-9395-1a3b36fe3d1a splash=verbose vga=788
und
Code: Alles auswählen
initrd /boot/initrd-3.4.34-desktop-1.mga2.img
gefolgt von einem
Code: Alles auswählen
boot
gelange ich nach Ablauf der üblichen Systemmeldungen zur Anmeldung bei Mageia2.


So Phoenix und Interessierte Leser, es wird deutlich, die Eier legende Wollmilchsau ist so ein Stick auch nicht, schon gar nicht für den normalen User. Mancher Profi dürfte mit chrooten sogar schneller sein. Es ist einiges Wissen über "mein System" notwendig.
Keinesfalls funktioniert dieser Stick an jedem Computer. Am ehesten ist es an Netbook's sinnvoll, wo entsprechende LW fehlen.
Genau wie die Gute Alte Grub-Diskette, kann er nur auf den eigenen PC und die darauf befindlichen OS zugeschnitten sein.

Beispiel: die core.img
in siduction befindet sie sich im Pfad /boot/grub/i386-pc/core.img (ca.bis vor einem halben Jahr in /boot/grub/core.img )
bei Mageia3 mit Grub2 in /boot/grub2/i386-pc/core.img

So ist das von Distri zu Distri unterschiedlich.
Das gehört doch nicht zum normalen Wissen! ;)
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon lula » Mai 10th, '13, 17:31

Hallo,

unklar hat geschrieben:meine Wahl
Code: Alles auswählen
root (hd1,6)
nun erwartet Grub die Angabe des zu startenden Kernel. Da ich das aber nicht weiß, muß ich mir die menu.lst anzeigen
lassen.
Code: Alles auswählen
grub> cat /boot/grub/menu.lst
und Grub listet sie mir auf. Durch Betätigen der ENTER-Taste bewege ich mich ans Ende der Datei....

warum so kompliziert? Wenn sowohl Dein Stick als auch Mageia2 grub-legacy benutzen, kannst Du die menu.lst auch direkt laden und Dir das Abtippen sparen:
Code: Alles auswählen
root (hd1,6)
configfile /boot/grub/menu.lst
unklar hat geschrieben:Die zusätzlich Schwierigkeit besteht darin, was ich bisher überhaupt noch nicht erwähnt habe, in dieser Grub-Shell oder Grub-Prompt steht nur das amerikanische Tastatur-Layout zur Verfügung. Das bedeutet, ich muß neben dem PC einen Zettel mit den notwendigen Tastatur-Zeichen und Tastenbelegung haben!

Auch das kannst Du umgehen, z.B. in dem Du auf dem Stick eine menu.lst mit mind. folgendem Inhalt anlegst:
Code: Alles auswählen
setkey  y z
setkey  z y
setkey  Y Z
setkey  Z Y
setkey  equal parenright
setkey  parenright parenleft
setkey  parenleft asterisk
setkey  doublequote at
setkey  plus bracketright
setkey  minus slash
setkey  slash ampersand
setkey  ampersand percent
setkey  percent caret
setkey  underscore question
setkey  question underscore
setkey  semicolon less
setkey  less numbersign
setkey  numbersign backslash
setkey  colon greater
setkey  greater bar
setkey  asterisk braceright
Damit hast Du ein (halbwegs vollständiges) deutsches Tastaturlayout.

Grüße,
Lutz
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon unklar » Mai 10th, '13, 18:46

Hallo Lutz,

einfach Klasse! :D
lula hat geschrieben:warum so kompliziert? Wenn sowohl Dein Stick als auch Mageia2 grub-legacy benutzen, kannst Du die menu.lst auch direkt laden und Dir das Abtippen sparen:

Gleich getestet, klappt einwandfrei.
Ich mußte mit 'e' in der Grub-Shell jeweils nur
Code: Alles auswählen
kernel (hd0,6)...
und
initrd (hd0,6)...
in
...(hd1,6)...

ändern. Das ist dann nochmal eine Stolberfalle (da die originale menu.lst das ja nicht wissen kann.

Das mit dem "halbwegs deutschen" Tastaturlayout kannte ich schon, hatte es hier aber aus den Augen verloren.

Noch einmal, Vielen Dank an Dich. ;) Wieder etwas gelernt, [froh]
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon Phoenix » Mai 10th, '13, 20:33

Hallo unklar,

So Phoenix und Interessierte Leser, es wird deutlich, die Eier legende Wollmilchsau ist so ein Stick auch nicht, schon gar nicht für den normalen User. Mancher Profi dürfte mit chrooten sogar schneller sein. Es ist einiges Wissen über "mein System" notwendig.
Keinesfalls funktioniert dieser Stick an jedem Computer. Am ehesten ist es an Netbook's sinnvoll, wo entsprechende LW fehlen.
Genau wie die Gute Alte Grub-Diskette, kann er nur auf den eigenen PC und die darauf befindlichen OS zugeschnitten sein


Ja, ich hab zwar Deine Ausarbeitung ins Rollen gebracht, kann das aber im Moment eher nicht umsetzen, weil ich keinen akuten Bedarf habe. Dennoch gefällt mir das Werk sehr, ist natürlich archiviert. Ich habe noch eine Installation von Mageia 2 auf USB- Platte mit Grub 1, außerdem ein Sticksystem mit Mageia 1 als Festinstallation... ;-)

Vorstellen könnte ich mir, daß parallel dazu eine gleichwertige Ausarbeitung allein für Grub 2 wichtig wäre- bei Mageia 3 wird der ja auch dann aktiv sein. Achtung, Grub 2 hat eine andere Notation als Grub 1!
Meine Frage ist zunächst, ob der Schritt- für Schritt- Ablauf, wie von Dir in Deinen ersten Posts geschildert, bei jedem Bootversuch mit Stick notwendig ist (ich denke mal ja). Dann würde ich mir sowieso einen Extrakt erstellen und ausdrucken, in dem alle Befehle, gleich in US- Tastatur übersetzt, aufgelistet sind. Dieser Thread hing dann hintendran, den würde ich aber nicht unbedingt ausdrucken.

Du schreibst: "Keinesfalls funktioniert dieser Stick an jedem Computer." Was spricht dagegen? Wenn Du alle Angaben mit Deinen Befehlen ermittelt hast, sollte das doch geräteunabhängig sein? Du hast doch dann die Angaben des jeweiligen Computers umgesetzt, und der Grub auf Stick sollte alles ansteuern können?

Ich habe allerdings eine Gerätschaft, die so etwas wie von Dir ausgearbeitet integriert haben sollte. Wie aus Post von vor längerer Zeit (bei Mandriva??) vielleicht noch bekannt ist, habe ich eine alte IDE- Festplatte in ein USB- Gehäuse gesteckt und benutze das teilweise für Distri- Tests (im Moment hier uninteressanterweise für openSUSE). Diese komische Kombination mag nur Linuxe mit Grub 2, sonst booten die darauf nicht. Allerdings kann eine aktuelle Suse mit Grub 2 darauf auch nicht booten. Durch viel probieren habe ich herausgefunden, daß ältere Bodhi- Linuxe ( und auch ein paar andere auf deb- Basis) mit Grub 2 in die erste Partition der Platte installiert, auch alle anderen Systeme, egal ob mit Grub 1 oder 2, booten kann (Dualbootsystem allein für Linux).

Und da kam mir die Idee, allein einen Grub 2 in eine Bootpartition zu installieren und von dem aus die eigentliche Distri zu booten. Nachteilig wäre dabei nur, wenn ich jedesmal alle Abläufe manuell abarbeiten müßte, wie Du sie geschildert hast. Ach ja, aptosid lief auf der Platte auch einige Monate (ohne Startdistri). Mit siduction konnte ich mich danach nicht mehr anfreunden... :twisted:

Danke, und schönes Wochenende

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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon wanne » Mai 11th, '13, 00:04

Phoenix hat geschrieben:Du schreibst: "Keinesfalls funktioniert dieser Stick an jedem Computer." Was spricht dagegen? Wenn Du alle Angaben mit Deinen Befehlen ermittelt hast, sollte das doch geräteunabhängig sein? Du hast doch dann die Angaben des jeweiligen Computers umgesetzt, und der Grub auf Stick sollte alles ansteuern können?
Die Nummerierung der HDs sind anders, dann ist da BIOS vs. EFI, ggf. heißen die Kernel anders...
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon Phoenix » Mai 11th, '13, 00:45

wanne hat geschrieben:
Phoenix hat geschrieben:Du schreibst: "Keinesfalls funktioniert dieser Stick an jedem Computer." Was spricht dagegen? Wenn Du alle Angaben mit Deinen Befehlen ermittelt hast, sollte das doch geräteunabhängig sein? Du hast doch dann die Angaben des jeweiligen Computers umgesetzt, und der Grub auf Stick sollte alles ansteuern können?
Die Nummerierung der HDs sind anders, dann ist da BIOS vs. EFI, ggf. heißen die Kernel anders...


Hallo wanne,

jetzt blicke ich mal wieder nicht durch... Ich weiß nicht genau, wie der Grub ohne Distri sich verhält- speichert der Eingaben? Das war mir auch nicht klar, weshalb ich nochmal nachgefragt habe, ob der Ablauf mit der Grub- Konsole bei jedem Startversuch neu abgearbeitet werden muß, oder ob das einmal reicht, weil im Grub auf dem Stick die Daten gespeichert werden

Muß ich den Ablauf jedesmal abarbeiten, ermittelt ja die Grubkonsole die Werte an dem Rechner, an dem der Stick steckt. Also auch HD- Nr., Kernel- Nr., ggfs. auch noch den Unterschied BIOS / EFI (UEFI), Reicht der Ablauf aber einmal bei Erstellung des Sticks, muß der Grub dort die Werte des Erstell- Rechners gespeichert haben, wobei natürlich Deine Aussage zuvor stimmt.

Auf meinem System hier enthält der Grub etliche Dateien und Verzeichnisse; was davon im Sticksystem eingebaut bzw. aktiv wäre, weiß ich leider (noch) nicht. Vielleicht muß ich doch mal einen leeren 1 GB- Stick benutzen und probieren?

Nette Grüße

Phoenix
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon wanne » Mai 11th, '13, 07:23

Phoenix hat geschrieben:Ich weiß nicht genau, wie der Grub ohne Distri sich verhält- speichert der Eingaben?
Nein.
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon lula » Mai 11th, '13, 14:24

Hallo,

@unklar
noch einmal zu der Eingabe in der grub-shell, wenn z.B. keine menu.lst vorhanden ist. Du brauchst da im Notfall nicht die ganzen uuids eintragen und bei den meisten Distros gibt es auch einen Link für den kernel und die initrd. Was zwingend benötigt wird, ist die Angabe des Kernels und der Initrd, außerdem braucht der Kernel noch die Info, wo sein root-Dateisystem ist. Mageia (2) z.B. startet mit diesen Angaben
Code: Alles auswählen
root (hd1,6)
kernel /boot/vmlinuz root=/dev/sda7
initrd /boot/initrd.img
boot

An die kernel-Zeile kann natürlich noch resume=/dev/sdxy angehängt werden und alle anderen Kernel-Parameter, aber im Falle eines zerschossenen Bootloaders ist das alles Kosmetik, zum Starten reichen die minimalen Angaben oben auch. Wenn Du also eine ungefähre Vorstellung der Partitionierung Deiner Platte hast, kommst Du mit der Tab-Expansion und einer minimalen Syntax eigentlich immer zu einem startenden System.

Grüße,
Lutz
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon unklar » Mai 11th, '13, 20:02

Hallo lula,

genauso funktioniert das Ganze, wie Du schreibst. Das ist eine wesentliche Vereinfachung/Abkürzung der notwendigen Parameter für Grub. Ich habe das jetzt mehrfach getestet und es klappt zuverlässig.

Zur "Korrektur" des amerikanischen Tastatur-Layout habe ich ebenfalls Deine Hilfe in eine menu.lst auf den Stick kopiert und funzt! Damit entfällt auch das bekannte
"Adlersystem" auf Tastaturen.
Vielen Dank noch einmal an Dich! :D
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon unklar » Mai 11th, '13, 20:20

Phoenix hat geschrieben:Wenn Du alle Angaben mit Deinen Befehlen ermittelt hast, sollte das doch geräteunabhängig sein? Du hast doch dann die Angaben des jeweiligen Computers umgesetzt, und der Grub auf Stick sollte alles ansteuern können?

Hallo Phoenix,

Du unterliegst einem Denkfehler. Wie @wanne Dir schon schreibt, speichert der Grub gar nichts von der Konfiguration des Rechner. Du als Anwender mußt
ihm alles vorgeben .
Mit cat und dem entsprechenden Pfad dahin, kannst Du Dir in der grub-shell lediglich was nachsehen. Wie Du das in dem Befehl für Grub dann vorgibst, darum kümmert er sich nicht. Er sagt Dir nur: Error oder wenn richtig, dann macht er weiter.
Mit dem Befehl help kannst Du Dir anzeigen lassen, welche Parameter er kennt.

Auf dem Bild ist der aktuelle Inhalt des Stick (ab dem VZ /boot) zu sehen. Vielleicht hilft es Dir zum besseren Verständnis. Achte auf das Datum. Ja, und eben vorhin habe ich damit das System gestartet. ;)
Dateianhänge
foto19.jpg
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon Phoenix » Mai 11th, '13, 22:41

unklar hat geschrieben:
Phoenix hat geschrieben:Wenn Du alle Angaben mit Deinen Befehlen ermittelt hast, sollte das doch geräteunabhängig sein? Du hast doch dann die Angaben des jeweiligen Computers umgesetzt, und der Grub auf Stick sollte alles ansteuern können?

Hallo Phoenix,

Du unterliegst einem Denkfehler. Wie @wanne Dir schon schreibt, speichert der Grub gar nichts von der Konfiguration des Rechner. Du als Anwender mußt
ihm alles vorgeben .
Mit cat und dem entsprechenden Pfad dahin, kannst Du Dir in der grub-shell lediglich was nachsehen. Wie Du das in dem Befehl für Grub dann vorgibst, darum kümmert er sich nicht. Er sagt Dir nur: Error oder wenn richtig, dann macht er weiter.
Mit dem Befehl help kannst Du Dir anzeigen lassen, welche Parameter er kennt.


Hallo unklar,

da muß ich wieder etwas so formuliert haben, daß ich völlig falsch verstanden werde. Richtig, der solitäre Grub auf Stick speichert nichts. Ich muß demnach an jedem einzelnen Rechner, an dem ich mit dem Stick arbeiten will, Deine Prozedur immer wieder komplett neu eingeben, natürlich auch die Ergebnisse der Grub- Konsolenbefehle aufschreiben (ja, die sind wohl an jedem Rechner anders) und entsprechend eingeben. Also muß ich doch mit dem Stick und der ausgedruckten Beschreibung an nahezu jeden Rechner gehen können und die Prozedur erfolgreich ausführen können, ganz gleich, was in den mitkopierten Einzeldateien des Stick- Grub steckt?? Also ist das Teil doch nicht an den Rechner gebunden, auf dem Du den Stick erstellt hast? Nichts anderes meinte ich mit meinem Zweifel an Deiner Aussage: << Keinesfalls funktioniert dieser Stick an jedem Computer. Am ehesten ist es an Netbook's sinnvoll, wo entsprechende LW fehlen.
Genau wie die Gute Alte Grub-Diskette, kann er nur auf den eigenen PC und die darauf befindlichen OS zugeschnitten sein. >>

Oder gibt es etwas, was beim Kopieren des Grub auf den Stick aus dem ursprünglichen System etwas übernimmt, was verhindert, daß die Prozedur an einem Fremdrechner Ergebnisse erzielt? Da werden doch lediglich Orte des gerade steckermäßig verbundenen Systems ermittelt und der Grub- Shell anschließend eingegeben, was dann ablaufen soll? Das ist mir eben nicht klar. Ich könnte das bei mir mit einem solchen Stick probieren, weil ich 3 Systeme auf 3 Festplatten fahren kann, natürlich jede anders partitioniert ist, eine andere Gerätebezeichnung hat, ihren Grub anders detailliert hat usw. Allein das BIOS meines Rechners wirkt auf alle 3 Platten gleichartig.

Ich hoffe, daß ich jetzt korrekt beschrieben habe, was ich meine... Da das nicht einen Riesen- Aufwand darstellt, werde ich das in den nächsten Tagen wirklich so probieren, wie ich das gerade geschildert habe.

Schönen Sonntag

Phoenix
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon wanne » Mai 11th, '13, 23:07

Phoenix hat geschrieben:Ich muß demnach an jedem einzelnen Rechner, an dem ich mit dem Stick arbeiten will, Deine Prozedur immer wieder komplett neu eingeben,

Mit jedem mal neu eingeben d.. nicht nur auf neuen Rechnern sondern auch wenn du immer den glecihen nimmst tut das relativ oft.
Aber folgende sachen sind fest im Grub verankert:
  • Prozessorarchitektur (Wobei PCs sowieso praktisch alle x86 sind.)
  • BIOS (Mit EFI ohne kompatibilitätsmodus dürfte das sowieso gar nicht mehr gehen.)
  • Dateisystem von boot (Wobei ein Grub Legancy mehrere Dateisysteme können kann.)

natürlich auch die Ergebnisse der Grub- Konsolenbefehle aufschreiben (ja, die sind wohl an jedem Rechner anders) und entsprechend eingeben.

Wenn schon aufschreiben dann geht das so eigentlich schöner einfach für jeden PC (PC1; PC2...) Eine title Zeile in die menu.lst schreiben und dann die befehle drunter. Also so:
Code: Alles auswählen
title PC1
root (hd1,6)
kernel /boot/vmlinuz root=/dev/sda7
initrd /boot/initrd.img

title PC2
[…]

Dann kannst du beim nächsten booten gleich den richtigen aussuchen.
Aber wie gesagt funktioniert nur, wenn sich die Systeme ähnlich genug sind. (Was relativ oft der Fall ist.) Fast über all hast du ein x86; BIOS; ext2 oder ext4
Nur wie gesagt bei EFI ist das dann nicht mehr so simpel. Weil da hängen Teile im Flash des Rechners. (Wenn ich das richtig verstanden habe.)
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon Phoenix » Mai 11th, '13, 23:33

Hallo wanne.

danke für eine Erläuterung. Ich dachte schon, Du wärst mir ehrlich böse, weil ich die doch recht komplizierten Zusammenhänge nicht ausreichend verstehe.

Sicher, wenn der Grub die Details speichert, die Du gerade genannt hast (s. unklars Bild), ist das eine Sache; die andere Sache ist ja, daß ich bei dieser Prozedur im Grunde 2 Grubs nutze, nämlich den des Sticks mit seiner Konsole, und den, den die Befehle auf dem "kaputten" System ansprechen. Eigentlich müßte ich auf dem Sticksystem die fstab u.ä. auch löschen können; rein für die Grub- Shell- Befehlseingabe dürften die doch garnicht erforderlich sein? Oder geht ihr davon aus, mit dem Stick- Grub auch den des kaputten Systems per Kopie wiederherstellen zu wollen? Per chroot z.B. wird ein kaputter Grub lokal wieder aufgebaut mit Befehlen aus dem "kaputten" System; auch sowas wie update-grub sollte das so machen.

Wenn ich wieder etwas falsch sehe, korrigiert mich bitte.

Schönen Sonntag

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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon unklar » Mai 12th, '13, 10:00

Phoenix hat geschrieben:...daß ich bei dieser Prozedur im Grunde 2 Grubs nutze, nämlich den des Sticks mit seiner Konsole, und den, den die Befehle auf dem "kaputten" System ansprechen.
Du nutzt nur den Grub auf dem Stick.

Erinnerst Du Dich an den Wiki-Artikel von wobo bei mandrivauser.de, >Zwei Pinguine auf einer Eisscholle< (oder Lösungswege 1 und 2), so ähnlich mußt Du Dir das vorstellen.
Ich kann doch auch z.B. mit dem Grub von siduction im MBR von sda das MG2 auf sda7 direkt, ohne den Umweg über dessen
Grub, starten. Sinnbildlich macht das auch der Grub-Stick.
Phoenix hat geschrieben:Eigentlich müßte ich auf dem Sticksystem die fstab u.ä. auch löschen können
Der Stick hat keine fstab oder, wo kannst Du sie auf dem Bild erkennen?
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon Phoenix » Mai 12th, '13, 17:48

Hallo unklar,

ich sollte besser nur am Tage posten... :evil:

unklar hat geschrieben:
Phoenix hat geschrieben:...daß ich bei dieser Prozedur im Grunde 2 Grubs nutze, nämlich den des Sticks mit seiner Konsole, und den, den die Befehle auf dem "kaputten" System ansprechen.
Du nutzt nur den Grub auf dem Stick.

Erinnerst Du Dich an den Wiki-Artikel von wobo bei mandrivauser.de, >Zwei Pinguine auf einer Eisscholle< (oder Lösungswege 1 und 2), so ähnlich mußt Du Dir das vorstellen.
Ich kann doch auch z.B. mit dem Grub von siduction im MBR von sda das MG2 auf sda7 direkt, ohne den Umweg über dessen
Grub, starten. Sinnbildlich macht das auch der Grub-Stick.
Phoenix hat geschrieben:Eigentlich müßte ich auf dem Sticksystem die fstab u.ä. auch löschen können
Der Stick hat keine fstab oder, wo kannst Du sie auf dem Bild erkennen?


Ich hätte exakt sagen müssen, daß ich mit dem 'Grub auf Stick' im reparaturbedürftigen System die Dateien ansteuere, die das Linux dort starten lassen. Vertan habe ich mich damit, daß bei meiner Geschichte mit dem Dualbootsystem der Grub 2 des Bodhi den Startprozeß des eigentlich gewünschten Systems aufruft. Dabei war ich davon ausgegangen, daß auf diesem System der Grub noch einmal separat startet- das tut er aber wohl nicht (das erledigt ja der 1. Grub (2). Allerdings kam auch dies: "...startet der Grub-Legacy (Grub1) den Grub2 einer Distri viel einfacher, als das System einer Distri direkt mit Grub1." von Dir.

Ich hab vorhin den Thread nachgearbeitet. Ich meinte wohl die menu.lst, die ja wahrscheinlich auf falsche Orte verweist, wenn die mitkopiert wurde beim kopieren des Grub auf den Stick. Eigentlich hast Du sowas aber ausgeschlossen, weil Du nur "# cp /boot/grub/*stage* /mnt/temp/boot/grub" kopieren läßt. Ich hab den ganzen Grub- Dateiwust aus dem Mageia1- System aufgelistet und mir die betreffenden Dateien markiert... Dadurch kann ich erkennen, was alles NICHT mitkopiert wird... Das Bild von Dir muß ich noch einkopieren in mein Sammeldokument. Ach ja, core.img bzw. vmlinuz... erst die Netzsuche brachte Klarheit. :?

Leider habe ich Wobos Wiki- Artikel nicht gefunden, kann mich auch nicht dran erinnern. :( Ich hoffe, daß ich jetzt klarer sehe in der Geschichte. Ich danke Dir für Deine Engelsgeduld

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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon wanne » Mai 12th, '13, 19:16

Wiki ist irgend wie weg. Und das wo ich schwören könnte, dass ich vorgestern noch drin war :-(
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon man-draker » Mai 12th, '13, 21:40

wanne hat geschrieben:Wiki ist irgend wie weg. Und das wo ich schwören könnte, dass ich vorgestern noch drin war :-(

Um welches Wiki geht es denn?
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon wanne » Mai 13th, '13, 10:40

MUd
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon Pitti » Mai 13th, '13, 11:20

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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon Phoenix » Mai 14th, '13, 19:42


Hallo Pitti,

danke für den Link; ich fand den Beitrag auch nicht per Netzsuche. Aber kleine OT- Bemerkung: darin fehlt echt die Lösung 3, nämlich alles ohne Konsole von den beteiligten Systemen konfigurieren lassen. 8-) Ich weiß zwar nicht genau was passiert, wenn WIN im Spiele ist, aber bei 2 Linuxen lösen die ihre Probleme selbst. Nur beachten muß ich die Installationsreihenfolge und die Lokalisierung der beteiligten Grubs.

Das weniger als Grubstarter gewünschte System zuerst installieren, dabei dessen Grub in die /- Abteilung setzen lassen, und das als Grubhoster bevorzugte System als zweites, wobei dessen Grub in den MBR soll. Allerdings hilft die Konsole, wenn mal etwas schiefläuft.

/OT

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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon lula » Mai 14th, '13, 20:38

Hallo,
Phoenix hat geschrieben:Aber kleine OT- Bemerkung: darin fehlt echt die Lösung 3, nämlich alles ohne Konsole von den beteiligten Systemen konfigurieren lassen.
...
Das weniger als Grubstarter gewünschte System zuerst installieren, dabei dessen Grub in die /- Abteilung setzen lassen, und das als Grubhoster bevorzugte System als zweites, wobei dessen Grub in den MBR soll. Allerdings hilft die Konsole, wenn mal etwas schiefläuft.

Dieses Verfahren kann nur funktionieren, wenn man
1. beide Systeme kurz hintereinander installiert und
2. das 2. System nach anderen Installationen sucht und seinen bootloader entspr. konfiguriert

zu 1: Wenn der bootloader der 1. Installation nicht in den MBR installiert wird, kann man das System nicht direkt von der Festplatte starten, sondern man braucht eine(n) CD/Stick/Diskette mit einem bootloader (z.B. Super Grub Disk o.ä.)

zu 2: Das 2. System hat da wenig Spielraum, entweder es startet das 1. System direkt, indem es einen Eintrag für kernel, initrd, etc. in seine config schreibt (was nach jedem Update des 1. Systems problematisch sein kann), oder eben per chainloading den bootloader des 1. Systems aufruft. Beide Verfahren sind in dem Wiki-Artikel beschrieben, ob das alles automatisch klappt, halte ich persönlich für fraglich, kontrollieren würde ich das in jedem Fall.

Von daher sehe ich das nicht wirklich als dritte Alternative, weil es nur unter best. Voraussetzungen funktioniert.

Grüße,
Lutz
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Re: Die Grub-Startdiskette oder der Stick für den Laptop

Beitragvon Phoenix » Mai 15th, '13, 17:22

Hallo lula,

danke für Deinen Beitrag. Das meiste davon wußte ich natürlich aus Erfahrung, Ich hätte ein paar Smilies setzen sollen... natürlich paßt das nicht als 3. Vorschlag in den Artikel, weil der nur systematische Lösungen beschreibt. Immerhin gibt es aber auch diese Möglichkeit. Ich nutze die seit längerem, auch Deine Einschränkungen gelten soweit, nur mit dem Punkt 1 bin ich nicht ganz zuhause :) (Zeitdistanz).

Im Grunde muß man als Linuxbastler Alternativen haben, wenn eine Methode (scheinbar) nicht funktioniert. Ich hab jetzt nur keinen detaillierten Überblick, was geändert werden müßte im Artikel, wenn Lilo nicht (mehr) genutzt werden soll, sondern Grub 1 / 2. Lilo hab ich mal bei Mandriva verwendet...

Auf jeden Fall probiere ich die Hinweise von unklar und den weiteren "Beiträgern" :geek: und melde, wenn ich was bei meinen 3 Systemen erreicht habe (1 x Mageia 2-64, 1 x openSUSE 12.2-64, 1 x openSUSE 12.3-64).

Nette Grüße

Phoenix
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