von obgr_seneca » So 12. Feb 2012, 22:36
Stell Dir vor, Mageia ist ein reines Community-Projekt, deswegen existiert auch eine Community-Orientiertheit.
Und zu allen anderen Punkten: Eben weil wir ein Community-Projekt sind, kann nur das umgesetzt werden, was jemand umsetzt.
Wenn man also etwas haben will, wäre der richtige Weg, es anzupacken und es zu machen!
Grüß Dich Oliver,
Du wirst es nicht für möglich halten- das alles weiß ich sogar. Ich hab zwar ausufernde Community-Orientiertheit geschrieben, meinte aber eigentlich totale Communty- Fixiertheit oder Abhängigkeit im Sinne von starrem Blick darauf. Ich werde dabei irgendwie das Gefühl nicht los, daß aus dieser Sprachecke hier von den "Machern" dort nicht viel angenommen wird. Der letzte Satz von Dir ist irgendwie überzeugend, aber bei weitem nicht neu- es gibt aber eben leider auch Gründe, daß man das einfach nicht vermag.
von J_J » Sa 18. Feb 2012, 14:17
Ich glaube Phoenix spricht da schon genau den Knackpunkt an, um den es wirklich geht:
Zu meiner Schulzeit kam dann der dezente Hinweis: what shells... (ich weiß, unsauberes Englisch). Übrigens: Entwickler, die etwas von angeblichen Laien lernen wollen, müssen ihr Verhalten an das der Laien anpassen, nicht umgekehrt.
Es ist in den meisten Fällen viel zu viel Information die oft viel zu weit ins Eingemachte geht. Das überfordert den armen Endanwender einfach, er ist auf der Suche nach etwas und wird mit so viel Informationen konfrontiert das er nach kurzer Zeit 2 große Fragezeichen in den Augen hat.
Grüß Dich J_J,
ich versuche es immer wieder zu vermitteln, was ich erreichen will; manch einer versteht das, manch anderer leider nicht. Will ich eine Linuxdistri, mit der sich auch eher außenstehende Jugendliche in ihrer Freizeit beschäftigen, muß ich die locken; so ein Geschraube wie bei aptosid, Gentoo. LFS oder anderen Basisdistris schreckt im Anfang einfach nur ab. Wenn etwas nicht genauso einfach (vermeintlich) wie bei WIN geht, wird das in die Ecke geschoben, fertig.
Kann ich gewisse Bedienungen nicht ohne Konsole machen, ist Ende im Gelände. Und sind eventuell helfende Erläuterungen und Beschreibungen entweder erst garnicht vorhanden, lückenhaft oder nur in englisch, ist für gewisse jüngere Leute auch Schluß.
Die Grundausstattung muß also grafisch, mit schnell zu findender deutschsprachiger Hilfe, ohne großes Gefrickel laufen. Immer sinnvoll wäre dann, noch weitere Ergänzungen liefern zu können, die dann auch international sein dürfen. Mageia selbst erfüllt das weitgehend; ein Jugendpaket direkt aus der Community dürfte für Einsteiger dann aber keinerlei Anreiz bieten. Immer noch möglich wäre, ein Edu- Linux in den Schulen unterrichtsmäßig einüben zu lassen; aber... Wenn schon der Lehrer erst das Internet bemühen muß, um sich das Grundwissen dazu anzueignen, ist es das meist gewesen.
@Phoenix,
auf der anderen Seite musst du einsehen das gerade im Bildungsbereich sooooo unendlich viel Programme weltweit vorhanden sind die aber AUCH in Deutschland genutzt werden, das es nicht leicht ist eine Übersicht zu bekommen.
Noch viel problematischer wird es, wenn man zu jedem Programm eine Leistungsübersicht gewünscht ist.
"M" rühmt sich ca. 300.000 Programme verfügbar zu haben, ist es da nicht logisch schnell die Übersicht zu verlieren?
Ja sicher; aber lies noch einmal meine Antwort zuvor. Das Grundpaket muß ansprechend, leicht bedienbar und verständlich sein; Ergänzungsmodule mit speziellerer Funktionalität können dann auch mehr "Erlernwille" verlangen. Niemand dürfte mittlerweile in der Lage sein, alle Möglichkeiten von Redmond nutzen zu können. In seiner Gesamtheit kann das einfach kein Maßstab sein; dennoch wird es leider immer wieder im Linuxbereich nachzustellen versucht.
Bei einem Edu Paket ist es wirklich nötig zu wissen welche Bedürfnisse und Anforderungen der einzelne Bildungsträger hat. Nur über diesen Weg ist es möglich.
Ich bin davon überzeugt, das nur ein Grundpaket mit fast immer gleichen Anwendungen Sinn macht. Alles andere sind die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Bildungsträger.
Wenn die Liste der gewünschten Programme erstellt ist, ist der nächste Schritt in Erfahrung zu bringen für welches Programm in einzelnen leicht verständliche Anleitungen und Hilfe Texte verfügbar sind. Das wird nicht leicht werden. Fast nie sind solche Anleitungen für den Endnutzer verfasst und somit unverständlich und wie du selbst schon bemerkt hast, klemmt es ganz oft an der sauberen und einfachen eindeutschung
Deshalb hatte ich dir den Hinweis gegeben das die IT Verwalter der Bildungsträger fast schon zwingend gefordert sind ihren Teil dazu bei zu tragen.
Trotzdem sehe ich es nicht als Problem an das in die Tat umzusetzen, niemand hat gesagt es geht schnell oder wird leicht.
Übrigens hatte ich im letzten Jahr einer Schule den Rat gegeben die Schüler direkt mit in diesem Prozess zu integrieren, das Ergebnis war überzeugend
O ja, aber das gelingt Dir nur über die Schule; über's INet ist das vertane Zeit, wenn Du das nicht über irgendwelche Jugendnetzwerke machen kannst. Du wirst wissen, daß ich fast genauso denke, wie Du zuvor formuliert hast. Nur war ich Techniker und kein Magister: deshalb habe ich nicht immer die gleichen Argumente.
Übrigens scheinen wir (zumindest ansatzweise) die Einstellung zur US-englischen Denkweise zu teilen, wir sind hier in D und nicht irgendwo in einer Ex Kolonie deren Einwohner ursprünglich und fälschlicher Weise Indians genannt wurden *grins*
Wenn du mehr Infos zum Thema Edu Linux möchtest, schreibe mir eine PM, ich hatte gerade erst einen Bildungsträger der auch nach einer Linux Lösung sucht und die 2 Fragezeichen in den Augen hatte
Hm, irgendwie bin ich zu d. Dir eine PN zu schicken...? Ich kann mich aber nur mit Anregungen einbringen; selbst Prozesse in Gang setzen im Schraubschlüsselsinn kann ich einfach nicht.
@ wobo:
Einerseits wird da nach einem "Mageia für Dummies" gerufen, andererseits soll damit natürlich auch ein NAS-Server aufsetzbar sein.
Wirklich? Hier geht es- jedenfalls bei mir- nicht um ein Mageia für Dämlichkeiten, sondern um ein Paket für Lernende, welches das Mageia erweitert. Dafür wäre wohl ein kleines Mageia, wie das DualArch, sinnvoll als Basis. Und NAS- Server? Ohne Nachsuche weiß ich noch nicht einmal was das ist. Aber: das simple Basis- Mageia kann ja weitgehend erweitert werden (natürlich auch mit Fachkenntnissen aus den Forenkreisen). Da hätte ich rein garnichts gegen. Für meine Idee müßte am Grund- Mageia nichts geändert werden; nur eben Kinder-, Schul-, Ausbildungs- oder Studienpakete sollten einfach ergänzbar sein. Ob das nun individuell mit Eigeninitiative der Anwender aus dem Netz oder aber mit einer nahezu vollständigen DVD- Version mit den genannten Erweiterungspaketen erfolgen soll, wäre zu diskutieren. Nicht daß das gesamte INet daranhängen soll- die Erweiterungspakete müßten dann von Fach- und Sachkennern in einer Paketmenge komponiert werden, die für den jeweiligen Zweck ausreicht.
von J_J » Sa 18. Feb 2012, 14:52
Nein, der Hieb mit der US-Denke war nicht auf Mageia bezogen, auf keinen Fall. Ich glaube auch nicht das Phoenix damit direkt auf Mag gezielt hatte sondern das Problem zum Ausdruck bringen wollte. Bitte nicht immer sofort angegriffen fühlen.... ^^
Ja J_J,
ich hab bewußt US- Englische Denke benutzt; die Tommies sind noch eher eine US- Kolonie als die Germanskis. Und die E. sind sich viel zu fein, auch mal andere Sprachen anzuwenden (außer Chinesisch...

). Das lassen die lieber die jeweiligen Länder selbst machen, so wie MS beispielsweise auch in D.
Hier ist ja die Mageia- Abteilung; aber ich habe dabei ein schlimmeres Beispiel im Sinn, nämlich das Theater um Kanotix, Sidux, aptosid, siduction. Wäre die Beherrschung durch die überwiegend englischsprachigen Communities nicht gewesen, wäre wahrscheinlich zumindest aptosid noch angesagt. Tut mir leid, daß ich da immer Vergleiche ziehen muß, die haarscharf an der Sache vorbeizielen.
von J_J » Sa 18. Feb 2012, 15:28
Halt Wolfgang nicht wieder etwas umdrehen oder verdrehen. Lass uns einfach bei den Fakten bleiben das ein Anwender die Zündanlage nicht kennen muss.
Ja? ist zumindest für mich irgendwo logisch und nachvollziehbar das Phoenix daran Interesse hat wo sich Mageia einreiht.
Sollte man ihm/ihr evtl. mal erklären wie sich ein offenes Community Projekt beschreiben lässt und was es für Möglichkeiten bietet? Unter dem Strich genau die Möglichkeiten nach denen er/sie sucht? Aber bitte so das ein armer Anwender (ohne nötiges Verständnis für die Zündanlage) es auch versteht?
Wolfgang! ich sagte doch nicht angegriffen fühlen, US-Denke war ironisch gemeint, nicht nachvollziehbar für dich?
Ja J_J,
Du hast mal irgendwann etwas über konservative Denke von Dir gegeben... Deshalb werden mich manche Teilnehmer auch nie verstehen wollen. Übrigens: der Phoenix stammt als Idee vom Phönix aus der Asche. Eigentlich war das keine sie...

) Aber auch andere Dinge hatte ich mit der Wahl des Nicks im Sinn. Im Revier gibt es auch andere Bezüge zu Phoenix, seien es sportliche oder firmenmäßige (Stahlwerk Phönix) oder lokale (Phönixsee...). Aber J_J- m oder w, jung oder alt, ...?
Klar hab ich Interesse am Verständnis von Mageia. Leider (...) bin ich im Linuxbereich nun mal mit openSUSE aufgewachsen. Die Distri ist weitgehend eingeübt und gefällt mir in manchen Dingen immer noch besser als andere. Nur schützt das nicht davor, daß immer mal wieder Katastrophen bei neuen Versionen vorkommen können. Und so eine zeigt sich bei mir auf meiner Testinstallation: Die meisten Menüs bestehen inzwischen aus einer krusen Mischung von D + E, nur die Programme sind noch weitgehend deutschsprachig. Setzt sich der Quatsch in der 12.2 fort, war's das mit Auslaufen des Supports für die 11.4. Außerdem gibt es bei der 12.1 Böcke, wie z.B. bei der VirtualBox, die ich bislang nicht zum Funktionieren brachte. Entweder ein vollkommen unverständliches Menü bei der integrierten Version, der auch die Hälfte der mir bekannten Möglichkeiten nicht mehr bietet, oder die nicht mögliche Integration der rein propritären Version ins System. Da läßt sich der Kernel nicht mehr an die Erfordernisse der Oracle- VB anpassen. Und andauernde Abstürze, noch ohne Bluescreen...
Was ich damit sagen will: Im Gegensatz zu Redmond habe ich bei Linux alle Möglichkeiten, die Distri zu wechseln. Auch deshalb habe ich das Mageia parallel laufen. Kann ich mich allmählich an dessen Bedienung gewöhnen, wäre das dann meine Arbeitsdistri. Nur gefällt mir die sichtbare Optik des Drumherum bei Mageia nicht. Daß sich das weitgehend anpassen läßt, weiß ich; aber die ganzen Umkonfigurierungsarbeiten halten auf und nerven.
Und noch einmal: hätte ich absolut kein Interesse an Mageia und Linux allgemein, würde ich ganz sicher nicht die Diskussionsrunden bestreiten, die vielleicht sogar inzwischen gefürchtet sind. Aber zum einen taugt bei den meisten Distris die Dokumentation nicht (man muß immer ergänzend im Netz nachfragen), oder andere haben eben andere Erfahrungen gesammelt, und der Austausch ist eine gewaltige Hilfe. Wäre nett, wenn das toleriert werden könnte.
In dem Sinne schönes Wochenende
Phoenix